Körbe

Die Na’­vi ver­wen­den Kör­be, sähena oder sämun­ge genannt, aus natür­li­chen Mate­ria­li­en, um Lebens­mit­tel, Aus­rüs­tung und Vor­rä­te zu trans­por­tie­ren und auf­zu­be­wah­ren. Es gibt sie in ver­schie­de­nen Grö­ßen und Ausführungen.

Eini­ge Kör­be sind aus flachs­ähn­li­chen Blät­tern gefloch­ten. Die meis­ten die­ser Kör­be wei­sen ein Design auf, das an irdi­sche chi­ne­si­sche Fin­ger­fal­len erin­nert. Sie haben ein kom­ple­xes Geflecht, einen höl­zer­nen Stöp­sel, Schnur und Per­len. Die Korb­öff­nung und der Holz­pfrop­fen wer­den mit zuneh­men­dem Druck immer fes­ter und siche­rer; wenn ein Korb am Pfrop­fen auf­ge­hängt oder getra­gen wird, bleibt er ver­schlos­sen und sein Inhalt sicher. Um den Korb zu öff­nen, drückt man ein­fach auf den Stöp­sel oder den Boden, wodurch sich das Geflecht lockert und der Stöp­sel gelöst wer­den kann. Eine Viel­zahl von Na’­vi-Kör­ben hat die­ses Desi­gnele­ment gemeinsam.

Eini­ge sind aus Seil, Schnur oder Leder gefer­tigt und haben ein Innen­fut­ter aus was­ser­fes­ter Tier­haut, um Was­ser zu trans­por­tie­ren; in die­sem Fall hei­ßen sie pay­se­na oder pays­mung (links). Mit einem Leder­rie­men kön­nen sie über der Schul­ter getra­gen wer­den. Sie sind nicht zu ver­wech­seln mit Trink­be­hält­nis­sen.

Grö­ße­re sämun­ge, die für den Trans­port von Früch­ten und Gemü­se ver­wen­det wer­den, sind aus Wei­den­ge­flecht oder gro­ßen Samen­kap­seln gefer­tigt und mit Sei­len, Schnü­ren, Leder und geweb­ten Mate­ria­li­en zu einer Art Ruck­sack mit offe­nem Ver­deck aus­ge­stat­tet. Sie wer­den meist in Ver­bin­dung mit einem leder­nen Kopfrie­men ver­wen­det (unten).

Gro­ße Samen­kap­seln eig­nen sich gut als Ruck­sä­cke, wenn sie mit einem Außen­gurt ver­se­hen sind. Der ein­fa­che, funk­tio­nel­le Korb wird oft auf­wen­dig ver­ziert, sowohl um die Natur zu ehren als auch um den Stolz des Her­stel­lers auf sei­ne Hand­werks­kunst zu zeigen.

Tra­ge­kör­be kön­nen auch her­ge­stellt wer­den, indem ein Blatt eines Unidel­ta-Bau­mes zu einem Beu­tel gefal­tet wird. An der Ober­sei­te des Blat­tes wird ein Ver­schluss gefloch­ten, der das Blatt an sei­nem Platz hält und den Inhalt sichert. Ein Rie­men aus gefloch­te­nem Schilf dient als Schul­ter­rie­men.