Alchemie und Medizin

Ein Extrak­tor ist eine Vor­rich­tung, die vom Taw­ka­mi-Clan erfun­den wur­de und ver­wen­det wird, um äthe­ri­sche Öle aus der Flo­ra zu gewin­nen und dar­aus ver­schie­de­ne Eli­xie­re, Pas­ten und Trän­ke her­zu­stel­len. Für den effek­ti­ven Ein­satz eines Extrak­tors sind drei Haupt­be­stand­tei­le erfor­der­lich: eine Stein­scha­le, eine Flam­me und spe­zi­el­le Extrak­ti­ons­sa­men. Der Extrak­ti­ons­pro­zess ist recht ein­fach. Zunächst wird die gewünsch­te Flo­ra in die Stein­scha­le mit den Samen gege­ben. Dann wird Was­ser hin­zu­ge­fügt und eine klei­ne Flam­me unter der Scha­le ent­zün­det. Wäh­rend das Was­ser köchelt, geben die Samen ihre Inhalts­stof­fe ans Was­ser ab und neh­men die äthe­ri­schen Öle der Pflan­ze auf. Wenn das gesam­te Was­ser ver­duns­tet ist, ist die Extrak­ti­on abgeschlossen. 

Der “ruhi­ge Samen” ist ein Bei­spiel für die Alche­mie der Na’­vi. Eine kom­ple­xe Kom­bi­na­ti­on aus ver­schie­de­nen Blät­tern, Wur­zeln und Pol­len wird zu einer dicken, siru­par­ti­gen Sub­stanz zer­mah­len und ver­mischt, um psy­cho­ak­ti­ve Che­mi­ka­li­en zu extra­hie­ren. Im Lau­fe der Zeit ver­bin­den sich die­se Che­mi­ka­li­en und bil­den klei­ne Ker­ne, die “ruhi­ge Samen” genannt wer­den. Die Taw­ka­mi bre­chen die­se Ker­ne auf, um einen beru­hi­gen­den Rauch frei­zu­set­zen, der zur Zäh­mung wil­der Tie­re ver­wen­det wer­den kann. Die Taw­ka­mi fol­gen dem genau­en Rezept für die­ses Mit­tel und spei­chern es in ihrem Geist, ohne dass visu­el­le Auf­zeich­nun­gen davon gibt. Wo die meis­ten eine schö­ne Land­schaft sehen, betrach­ten die Taw­ka­mi Pan­do­ra als die Quel­le wahr­haft raf­fi­nier­ter Rezepte.

Über die Geheim­nis­se der Alche­mie der Na’­vi ist nur wenig bekannt, aber ein Samen, der als arlek-Samen bekannt ist, gehört zu den vie­len Zuta­ten, die die Na’­vi für Medi­ka­men­te ver­wen­den. Die Na’­vi sind in der Lage, den Wald für eine Viel­zahl von natür­li­chen Medi­ka­men­ten zu nut­zen, aber kei­nes kann mit dem Heil­po­ten­zi­al des arlek-Samens mit­hal­ten.

Ande­re Pflan­zen, von denen bekannt ist, dass sie von den Na’­vi als Medi­zin ver­wen­det wer­den, sind Dapo­phet (links) und Heil­ro­sen. Der Dapo­phet, bei den Na’­vi als paywll, “Was­ser­pflan­ze”, bekannt, ist eine unge­wöhn­li­che Pflan­ze, die Was­ser in ihrem Gewe­be spei­chert. Die alo­e­ähn­li­chen Blät­ter an der Spit­ze der Pflan­ze ent­hal­ten eine gene­ti­sche Sub­stanz, die beim Auf­tra­gen auf die Haut eine hei­len­de Wir­kung entfaltet.

Die Na’­vi ver­wen­den die Blät­ter der paywll, um Ver­bren­nun­gen der Haut zu beru­hi­gen und um die Hei­lung von Schnit­ten und ande­ren Ver­let­zun­gen zu beschleu­ni­gen. Die Blät­ter kön­nen zer­mah­len und ein­ge­nom­men wer­den, um Magen­ver­stim­mun­gen zu lin­dern und ande­re Beschwer­den des Ver­dau­ungs­trak­tes zu heilen.

Die Heil­ro­se (rechts), die fast sechs Meter hoch wird, pro­du­ziert einen Nek­tar mit ver­schie­de­nen Rege­ne­ra­ti­ons- und Heil­kräf­ten, sowohl geis­tig als auch kör­per­lich. Die Wur­zeln des rie­si­gen toruk­s­px­am-Pil­zes (unten) wer­den von den Na’­vi ver­wen­det, um einen star­ken Gift­tee zu brau­en, der vor allem bei Sti­chen der kali’w­eya nütz­lich, in gro­ßen Dosen jedoch gif­tig ist. Erfah­re­ne Alche­mis­ten und Scha­ma­nen kön­nen einen Trank aus elt­un­gawng her­stel­len, um die (neura­le) Ver­bin­dung eines Tie­res zu Eywa zu ver­stär­ken, so dass sie das Tier beein­flus­sen kann.

Tie­ri­sche Pro­duk­te kön­nen auch als Medi­zin ver­wen­det wer­den. Die Na’­vi haben eine unge­fähr­li­che Metho­de ent­wi­ckelt, um das Gift des Slinth, eines der töd­li­chen Raub­tie­re Pan­d­o­ras, zu extra­hie­ren und für medi­zi­ni­sche Zwe­cke zu verwenden.